Lavin ist ein unaufgeregtes Dorf mitten im Engadin. Es liegt 1430 Meter über Meer, hat etwas mehr als 200 Einwohnerinnen und Einwohner. Nach dem Dorfbrand von 1869 wurde es von italienischen Baumeistern wieder aufgebaut. Die Italianità, die es haucht, verleiht ihm Charme und Vitalität. Strassen und Plätze, Gärten und Brunnen verbinden Häuser und Menschen. Mit Bahn und Auto ist Lavin gut erreichbar. Die Anfahrt von Zürich und Zürich Flughafen ist bequem und landschaftlich attraktiv. Mailand und München sind nicht weit, Klosters und Meran ein Katzensprung, Guarda, Ardez und Sent in inspirierter Nachbarschaft.
Unterhalb des Dorfes fliesst der Inn. Das Tal und die Seitentäler laden zu erquickenden Wanderungen, das Moos zu schleifen und über den Bach zu hüpfen, die Weite zu atmen und im Blumenmeer zu tanzen. Das dichte Netz von Bahn und Postauto erlaubt eine Vielzahl ungeahnt schöner Ausflüge. Der Schweizerische Nationalpark mit den sagenumwobenen Macun-Seen ist wie ein grosser Garten ums Haus.
Für Kunst- und Kultur-Interessierte ist Lavin ideales Quartier, zu weilen und zu geniessen. Talaufwärts nicht weit sind das Muzeum Susch, die Galerien in Zuoz und St. Moritz, ebenda das Segantini-Museum. Talabwärts lohnt sich die Begegnung mit dem imposanten Schaffen von Not Vital, auf Schloss Tarasp und im Skulpturenpark Sent. Über den Ofenpass erschliesst sich das Kloster Müstair, Unesco-Weltkulturerbe.
Am Dorfplatz strahlt die Rosa Grandezza. Seit 160 Jahren bald säumt der kleine Palazzo die lauschig weite Piazza, ist Zeuge grosser Feste und weltoffener Gastlichkeit. Die rund zwanzig Hotelzimmer sind von Künstlerinnen und Künstlern individuell gestaltet, jedes hat sein Motto, birgt die Schönheit des Schlichten, verbindet Inspiration mit Komfort. Herz der Genusskultur ist der festliche Arvensaal aus dem Jahr 1926. Hier zelebrieren wir das Frühstück und den abendlichen Gaumentanz. In der Gaststube geniesst der Tag und lebt der Stammtisch. Die sonnige Terrasse am Platz ist Ort entspannter Begegnung. Der lauschige Garten vis-à-vis lädt zum Weilen. Mit ihm die Biblioteca Linard im Gewölbe der Chasa Bastiann. Das Gesamtkunstwerk ist mehrfach ausgezeichnet, weiss Sinn und Sinne in so mancher Spielart zu verbinden, beseelt und über den Tag hinaus.